Der erste Beitrag zum großen Thema Partnerschaft, oder die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelingende Liebe, handelte davon, dass wir uns ehrlich fragen sollten, ob wir eine tiefe, dauerhafte Beziehung wirklich eingehen wollen. Manche Menschen können das aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur nicht und manchmal passt so ein Wunsch nicht zu unserem aktuellen Leben. Wenn das so ist, wird eine Beziehung immer scheitern. Deshalb ist diese Frage, die wir an uns selbst stellen, so wichtig!

Heute wollen wir den nächsten Schritt gehen und an die erste Frage anschließen.

Kenne ich mich eigentlich selbst, oder wie steht es mit der eigenen Selbsterkenntnis?

Je mehr ich mich selber kenne, desto größer ist die Möglichkeit, eine erfüllende Liebesbeziehung zu führen! In der Paarberatung stellt sich immer wieder heraus, dass dieser Punkt bei den meisten Menschen sehr vernachlässigt gelebt wird. Wer sich selbst nicht kennt, transportiert diese Unkenntnis direkt zum Partner. Es ist leicht verständlich, dass es dadurch schnell zu vielen Missverständnissen kommt. Wir sollten uns selber ehrlich und mutig kennenlernen, damit wir unsere Stärken und unsere unentwickelten Seiten selber erkennen, akzeptieren und unsere Schatten nicht direkt auf den Partner übertragen. Denn genau das passiert bei Unkenntnis über sich selbst. Wir übertragen unsere ungelösten Haltungen und inneren Konflikte in unserer Beziehung auf den Partner und höhlen so unsere eigentlichen guten Vorsätze aus. Zurück bleibt Streit, Aggression, sich unverstanden fühlen und das Gefühl nicht angenommen zu sein. Das führt meist zu einer traurigen Konsequenz. Es kommt zur Trennung.

Wenn wir uns selbst besser kennen und dazu stehen, werden wir dazulernen und darauf achten, unsere Liebe nicht durch die eigenen Defizite kaputt zu leben, sondern wir wachsen weiter, auch durch den Partner, der uns gute Hinweise zu Entwicklung gibt. So fühlt sich Liebe wohl und kann sich in unserem Leben ausbreiten.