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Natur erleben: Wenn Natur tief berührt

Wenn wir in die Natur gehen, um uns zu erholen und das sollten wir so oft wie irgend möglich tun, ist die Wirkung am größten, wenn Natur uns tief berührt. Ich selbst kann mich an viele Situationen erinnern, in denen ich es so erlebt habe und ich bekomme noch heute etwas von diesen Erlebnissen zurück, obwohl einige davon Jahre zurückliegen. Das Bild oben zeigt eine Landschaft im Sinai Gebirge. Kurz bevor die Sonne untergeht, bricht sie noch zum letzten Mal an diesem Tag ganze Brocken der Felsspitzen mit ihrem gleißenden Licht, aus den uns umgebenden Bergen heraus, bevor sie sich zurückzieht und alles in eine abendliche Farblosigkeit taucht. Es war eine gewaltige Stimmung, die mich erfasste und mich diese Natur an diesem Ort in jeder Zelle spüren ließ. Es war großartig! Ich kann nur alle ermuntern so oft wie möglich sich mit Natur zu verbinden, dazu braucht man keine besonderen Reisen. Das geht auch im Wald um die Ecke, am Meer oder wenn wir uns auf eine besondere Stimmung am Himmel einlassen.


Eifersucht kann alles zerstören

Viele Menschen leiden unter dieser Emotion. Viele Paare haben in der Beziehung mit der aufzehrenden Last der Eifersucht zu tun. Ein gewisses Maß wünschen wir uns sogar beim Partner, weil wir schnell das Gefühl haben nicht viel Wert zu sein, wenn nichts von dieser Kraft in der Beziehung zu spüren ist. Eifersucht ist aber ein destruktives Potenzial und schafft viel Streit, Kummer und Leid. Wir sind verleitet zu denken, dass Eifersucht auch das Maß zeigt, wie sehr ich den Menschen liebe. Aber es zeigt in erster Linie, wie bedürftig man ist. Eifersucht ist immer eine Haltung der Unfreiheit oder besser noch Abhängigkeit, auch wenn wir immer wieder beteuern, dass es um das Verlangen und den Wert des Anderen geht. Wer oft eifersüchtig ist, zeigt seine eigene Unsicherheit und neigt zu emotionaler Erpressung. Wer mit diesem Thema zu tun hat, muss es ansprechen und nicht verstecken. Nur durch das Aussprechen diese Gefühle und Emotionen können wir Vertrauen erzeugen und uns der Quelle dieser Haltung nähern. Partner können sich durch das Gespräch näherkommen und Irrtümer aufdecken. Eifersucht zeigt immer auch einen Mangel an Bindungsfähigkeit und nimmt eine Haltung des Nehmens ein, nicht des Gebens. Schon dadurch kommt es zu einem großen Ungleichgewicht in der Beziehung. Noch einmal, weil es so wichtig ist. Eifersucht zeigt keinesfalls dein großes Maß an Hingabe zu deinem Partner, sondern schafft einen Raum, der euch voneinander trennt. Wenn wir davon betroffen sind, sollten wir überlegen, auf welchen Erfahrungen sich dieses Gefühl entwickeln konnte. Hinweise könnten sein, ein Verlusterlebnis, wenig Vertrauensbildung in der Kindheit, die Erfahrung von Ablehnung oder viel Kritik in den jungen Jahren und einiges mehr.

Durch Offenheit und mutige Gespräche mit dem Partner gelangen wir in eine größere, innere Freiheit, die das Feuer der Eifersucht löschen kann. Eifersucht ist immer ein Loch, in der eigenen Selbstachtung.


PARTNERSCHAFT UND LIEBESBEZIEHUNGEN 3

Nachdem wir in den letzten Wochen über die Themen:

"Will und kann ich eigentlich eine Beziehung führen und wie steht es mit meiner Kenntnis über mich selbst ?"

sprachen, kommen wir heute im dritten Teil zu einem Punkt, der wahrscheinlich der wichtigste überhaupt ist. Das gilt nicht nur für Beziehungen, sondern für unser Leben überhaupt. Heute wollen wir den nächsten Schritt gehen und an die erste Frage anschließen.

Welche Beziehung habe ich zu mir selbst?

Welche Beziehung habe ich zu mir Selbst? Mag ich mich und liebe ich mich selbst? Kann ich mich selbst annehmen, oder lehne ich mich oder etwas in mir ab? Ein hohes Maß an Selbstakzeptanz, also die Fähigkeit sich mit allen Stärken und Schwächen wahrzunehmen und genau so zu mögen, ermöglicht viel größerer Chancen einen Menschen lieben zu lernen. Ohne das Gefühl der Selbstliebe, ist das eigentlich nicht wirklich möglich, da wir sonst immer an Grenzen in der Liebe stoßen werden. Es ist die Grenze der Liebesfähigkeit, die wir in uns selbst tragen. Sie bilden das Maß  der Liebe, das wir für unseren Partner entwickeln können. Großzügigkeit, Vertrauen, Humor, Verzeihen können und sich wirklich anvertrauen ist wesentlich besser möglich, wenn wir selbst mit uns diese Erfahrungen gemacht haben und so alles an den Partner weitergeben können. Die innere Annahme unserer eigenen Persönlichkeit und die Bereitschaft uns selbst mit allem was uns ausmacht zu schätzen, bietet das eigentliche Potenzial zu einer gelingenden Liebesbeziehung.

Als Ergänzung, ist es vielleicht interessant noch einmal den Blogbeitrag über die Liebe lesen.


PARTNERSCHAFT UND LIEBESBEZIEHUNGEN 2

Der erste Beitrag zum großen Thema Partnerschaft, oder die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelingende Liebe, handelte davon, dass wir uns ehrlich fragen sollten, ob wir eine tiefe, dauerhafte Beziehung wirklich eingehen wollen. Manche Menschen können das aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur nicht und manchmal passt so ein Wunsch nicht zu unserem aktuellen Leben. Wenn das so ist, wird eine Beziehung immer scheitern. Deshalb ist diese Frage, die wir an uns selbst stellen, so wichtig!

Heute wollen wir den nächsten Schritt gehen und an die erste Frage anschließen.

Kenne ich mich eigentlich selbst, oder wie steht es mit der eigenen Selbsterkenntnis?

Je mehr ich mich selber kenne, desto größer ist die Möglichkeit, eine erfüllende Liebesbeziehung zu führen! In der Paarberatung stellt sich immer wieder heraus, dass dieser Punkt bei den meisten Menschen sehr vernachlässigt gelebt wird. Wer sich selbst nicht kennt, transportiert diese Unkenntnis direkt zum Partner. Es ist leicht verständlich, dass es dadurch schnell zu vielen Missverständnissen kommt. Wir sollten uns selber ehrlich und mutig kennenlernen, damit wir unsere Stärken und unsere unentwickelten Seiten selber erkennen, akzeptieren und unsere Schatten nicht direkt auf den Partner übertragen. Denn genau das passiert bei Unkenntnis über sich selbst. Wir übertragen unsere ungelösten Haltungen und inneren Konflikte in unserer Beziehung auf den Partner und höhlen so unsere eigentlichen guten Vorsätze aus. Zurück bleibt Streit, Aggression, sich unverstanden fühlen und das Gefühl nicht angenommen zu sein. Das führt meist zu einer traurigen Konsequenz. Es kommt zur Trennung.

Wenn wir uns selbst besser kennen und dazu stehen, werden wir dazulernen und darauf achten, unsere Liebe nicht durch die eigenen Defizite kaputt zu leben, sondern wir wachsen weiter, auch durch den Partner, der uns gute Hinweise zu Entwicklung gibt. So fühlt sich Liebe wohl und kann sich in unserem Leben ausbreiten.


PARTNERSCHAFT UND LIEBESBEZIEHUNGEN 1

Die vielleicht wichtigste Frage, müssen wir zunächst an uns selbst stellen. Es ist etwas, das wir gerne übersehen, ganz besonders dann, wenn wir jemanden kennenlernen und größeres Interesse an diesem Menschen entwickeln oder uns verlieben. Begeistert, fasziniert oder total verliebt zu sein, hat leider nichts mit dem Gelingen einer Partnerschaft zu tun.

Will ich überhaupt eine tiefere, längere Beziehung eingehen?

Diese Frage oben, ist extrem wichtig, weil unsere ehrliche Antwort darüber entscheidet, ob so eine Beziehung gelingen kann oder nicht. Entscheidend ist unsere, innere Bereitschaft eine verbindliche Beziehung leben zu wollen. Bei vielen Menschen, ist diese Einstellung aber gar nicht wirklich vorhanden, auch wenn es zunächst den Anschein hat. Seien Sie ehrlich und fragen Sie sich, ob Sie, den Einsatz und das Engagement, das so eine Beziehung fordert, bereit sind auch einzubringen. Es gibt Lebensphasen, in denen wir das nicht können oder wollen. Oft haben wir andere Vorstellungen von einer Beziehung oder wünschen uns Abwechslung. Manchmal brauchen wir alle Zeit für uns selbst! Wer nicht wirklich will, kann das auch nicht leben. Die Begeisterung, die Leidenschaft , die schönen Gefühle, können nur dann überleben, wenn wir innerlich bereit sind, viel für so eine Beziehung  zu tun.


Stille, die einfachste Medizin der Welt

Aber was ist eigentlich Stille, was ist heilsam an Stille? Es gibt eine Stille, die tiefer ist und die weit über die Abwesenheit von Geräuschen hinausgeht. Sich selbst in der Stille zu reflektieren und immer wieder kennenzulernen, gehört zu den gesund erhaltendsten Handlungen, die wir für uns tun können. Wir fördern damit, auf einfache Weise, unsere Selbstheilungskräfte und stärken unser Immunsystem. Sich jeden Tag kurze Momente der Ruhe und Stille zu verabreichen, ist daher die einfachste Medizin der Welt und eine, die immer zur Verfügung steht.

 

Viele Forschungen zeigen, dass das Erfahren eines Zustands völliger und tiefer Entspannung, die wichtigste Voraussetzung für die Behandlung jeder Krankheit ist. Der Körper selbst weiß, wie er sein inneres Gleichgewicht aufrechterhalten kann, solange er nicht von einer Krankheit erschüttert wird. Schon allein deshalb ist jede wirklich bewusste und regelmäßige Anwendung von Stille, eine sehr gute Maßnahme zur Gesunderhaltung und Krankheitsprävention.

Wenn man also dem Körper seine in ihm ruhende Selbstheilungskraft zurückgeben will, so muss man alles tun, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Im Alltag ist der einfachste Weg öfter in die Besinnung und Ruhe zu gehen und sich von dort in wirkliche Stille zu begeben. Machen Sie sich bewusst, dass Gesundheit im innersten Kern des Körper- Geist- und Seelensystems des Menschen beginnt. Außerdem können wir uns selbst nur in der Stille wirklich erkennen, sonst fühlen wir an uns vorbei.

Der chinesische Dichter und Philosoph Dschuang Dsi drückt diese Wirkung ineinem einfachen, schönen Satz aus.

„Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht im fließenden Wasser, sondern im stillen Wasser


Die Paarberatung: Ein Weg zur Selbsterkenntnis

1. Alle Partnerschaften, die wir eingehen haben Sinn und einen inneren Grund. Eine Liebesbeziehung ist wie ein interaktives Energiefeld. Alles beeinflusst sich gegenseitig!

 

Aus meiner Erfahrung heraus, ist Paarberatung, eine der wichtigsten und effektivsten Möglichkeiten, sich und sein Leben zu verstehen und zu verbessern!

 

 

2. Der Partner ist immer ein Spiegel unser Selbst und ein Entwicklungshelfer.

 

3. Wir können mithilfe der Partnerschaft lernen, uns selbst besser kennzulernen. Wir durchschauen auch die tiefen Muster, die wir mitbringen und denen wir sonst unbewusst ausgeliefert sind. Diese Schattenthemen prägen unsere Partnerschaften. Wenn wir sie aufdecken, können wir unseren eigenen Persönlichkeitskern besser wahrnehmen und ins Leben integrieren. So können wir uns befreien, von fremden Programmen unserer Prägungen der Vergangenheit. Das schafft Erleichterung und mehr Erfüllung in uns selbst.

 

4. Diese Entwicklung überträgt sich auf die Beziehung und führt dort zu tieferer Liebe und Erfüllung!

 

Wenn wir das nicht bedenken, nehmen wir alles Ungelöste mit in die nächste Beziehung, denn nichts löst sich einfach auf. „Bitte lesen Sie auch die vorigen Beiträge über Liebe, Romantische Liebe und die Zeit heilt keine Wunden in diesem Blog“.


Achtsamkeit - immer und überall

Wann erfahren wir Achtsamkeit? Wenn sich jemand zu uns hinwendet, uns zuhört oder uns bewusst betrachtet, sich Gedanken über uns macht oder sich mit uns beschäftigt, ohne etwas anderes gleichzeitig im Blick zu haben. Das gleiche widerfährt uns, wenn wir uns persönliche Achtsamkeit entgegenbringen. Um das zu erreichen sollten wie lernen alles an uns ehrlich ansehen. Um uns selbst zu betrachten, sollten wir in die Stille gehen. Nur von dort aus gelingt uns ein wahrhaft achtsamer Blick auf uns selbst.

 

Regelmäßig praktiziert, fördert Achtsamkeit die seelische Gesundheit und Lebensfreude, das ist bewiesen. Eine gute Empfehlung ist mindestens zehn Minuten am Tag, die eine oder andere Übung durchzuführen. Diese wenigen Momente machen zufriedener im Beruf, können Stress deutlich reduzieren und Krankheiten vorbeugen.

 

Diplompsychologe Ulrich Ott, einer der führenden Meditationsforscher Deutschlands erklärt dazu: „Die Achtsamkeit schiebe sich wie ein Puffer zwischen Reiz und Reaktion und verändere so Verhaltensweisen. "Wir sind nicht mehr wie Roboter Geschehnissen ausgeliefert, sondern können bewusst angemessen reagieren", sagt er. Besser noch: Achtsamkeitspraxis hilft, das Leben mit mehr Wohlwollen, Humor und Liebe zu betrachten.


Die Zeit heilt keine Wunden: Der große Irrtum

Wir alle kennen diesen Satz, „Die Zeit heilt alle Wunden“. Das ist ein schönes und oft tröstliches Sprichwort für uns. Wenn wir diese Worte hören kommen wir ein bisschen zur Ruhe und denken, wenn nur genug Zeit vergangen ist, haben wir alles überwunden oder wir kehren zurück, zu unserem Leben, wie es vorher war. Die Zeit kann uns die Hand reichen und Raum geben, damit wir mit dem Erlebten besser klar kommen — wie zum Beispiel in Krisensituationen, Notfällen oder Verlust. Die Zeit stoppt die Blutung einer Wunde und legt etwas über das Erlebte, wie einen Verband und wir spüren durch die Zeit, dass wir Wunden und Verletzungen nicht mehr so direkt empfinden. Das ist aber letztlich eine sanfte Art der Verdrängung, Verleugnung und der Versuch etwas zu vergessen.

 

Die Zeit heilt keine Wunden, sie erweckt nur den Anschein, dass die Themen sich auflösen, aber sie werden lediglich abgelagert, wie radioaktives Material tief in den Salzstöcken  gelagert wird, aber dennoch strahlt. Dort liegen unsere Themen und warten, manchmal viele Jahre und Jahrzehnte darauf wieder angesehen, dann bearbeitet und schließlich aufgelöst zu werden. Heilung braucht Raum und vor allem bewusstes Hinsehen. „Was wir nicht ansehen, können wir nicht verändern“. Wirkliche Heilung und Entwicklung können wir nur erreichen, wenn wir den Mut haben uns mit unseren Wunden zu beschäftigen und diesen Themen nicht ausweichen.